Praxiscontrolling
Rückläufige respektive stagnierende Einnahmen, steigende Ausgaben und damit sinkende Gewinne charakterisieren die deutsche Praxislandschaft. In diesem Umfeld wird nur der Arzt, der seine wirtschaftliche Position korrekt und zeitnah bestimmen kann, in der Lage sein, eine finanzwirtschaftliche Schieflage zu vermeiden oder zu korrigieren.
Dabei ist es wichtig, dass der Arzt in einem gewissen Maße selbst in der Lage ist, betriebswirtschaftliche Zahlen zu verstehen, zu analysieren und zu interpretieren, bevor der Schritt zum externen Fachmann getan wird. Nur so kann eine aktuelle, und damit an den tatsächlichen Gegebenheiten orientierte Steuerung der Arztpraxis erfolgen. Darüber hinaus wird durch die intensive Auseinandersetzung mit den ökonomischen Zusammenhängen das unternehmerische Potenzial des Arztes "on the job" erweitert.
Controlling ist ein Steuerungs- und Führungsinstrument, dass die schnelle Reaktion auf (Fehl-) Entwicklungen gewährleistet. Gerade hier liegt ein erheblicher Handlungsbedarf für den niedergelassenen Arzt. Das durch Reformbewegung gekennzeichnete gesundheitspolitische Umfeld birgt oft nicht kalkulierbare Risiken mit entsprechenden Konsequenzen für die Arztpraxis. Praxis-Controlling meint also im wesentlichen die Steuerung des Unternehmens "Arztpraxis". So verstanden ist Controlling ein funktionsübergreifendes Führungsinstrument, das den Arzt bzw. Ärztin bei allen unternehmerischen Entscheidungen unterstützt. Im allgemeinen umfasst Controlling die
· Planung (Unternehmensziele entwickeln, festlegen),
· Kontrolle (Soll-Ist-Vergleiche, Abweichungsanalysen u.a.),
· Steuerung (Korrekturen durchführen)
und bezieht sich sowohl auf finanzwirtschaftliche als auch auf qualitative Aspekte einer Arztpraxis.
Die Anwendung eines für die gesamte Praxis flächendeckendes Controlling ist jedoch in den meisten Fällen unter Berücksichtigung der Relation "Aufwand und Ertrag" wenig sinnvoll. Insoweit ist hier das Konzept des Praxis-Controlling auf ein einfaches, finanzwirtschaftliches Controlling fokussiert. Auf der Grundlage aktuellen Zahlenmaterials werden vorstrukturierte Ist-Sollvergleiche durchgeführt.
Dabei werden Ist- und Planzahlen in Tabellen gegenübergestellt und Abweichungen sichtbar gemacht. Über eine differenzierte Analyse können so gezielt Korrekturmaßnahmen getroffen werden.
Ist die Systematik einmal geklärt und die Methodik erprobt, kann die Ärztin bzw. der Arzt künftig zu jedem Zeitpunkt selbst Praxis-Controlling zur Absicherung und Weiterentwicklung seiner wirtschaftlichen Ziele betreiben.
Wenn Sie weitere Informationen zu diesem Thema wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.






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